FAQs

Wie viel kostet die Teilnahme am Label-Verfahren?

In den Jahren 2018 und 2019 ist die Teilnahme kostenlos!

Warum sollten wir uns für das Label "Stadtgrün naturnah" bewerben?

Ihr Engagement sichtbar machen, von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren oder eigene Stärken und Potentiale aufdecken ...
Hier finden Sie Gründe, warum Sie am Labeling-Verfahren teilnehmen sollten.

Wer darf darüber entscheiden, ob unsere Kommune am Label-Verfahren teilnimmt?

Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da dies meist von Kommune zu Kommune unterschiedlich ist. Oft ist jedoch ein Ratsbeschluss notwendig – Denken Sie also daran, Ihr Anliegen rechtzeitig bei den verantwortlichen Stellen vorzubringen.

Wie können wir die Verantwortlichen in der Politik für eine Teilnahme am Label-Verfahren gewinnen?

Im Rahmen des Label-Verfahrens unterstützen wir Sie bei der Umstellung auf ein naturnahes Grünflächenmanagement – und dafür gibt es viele gute Argumente.
Eine Auflistung finden sie hier.

Wie aufwändig ist die Bewerbung für die Teilnahme am Labeling-Verfahren?

Ihr Aufwand ist gering: Wir benötigen von Ihnen nur das ausgefüllte Bewerbungsformular sowie ein Motivationsschreiben (max. 2 Seiten). Außerdem hätten wir gerne bis zu 5 Fotos, die den derzeitigen Zustand der Grünflächen in Ihrer Kommune dokumentieren.

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Nach welchen Kriterien wird entschieden, welche Kommunen teilnehmen dürfen?

Eine Kommune hat dann gute Chancen auf eine Teilnahme, wenn wir den Eindruck gewinnen, dass sie in Sachen naturnahe Grünflächengestaltung wirklich etwas verändern bzw. weiterentwickeln will. Dies sollten Sie uns im Motivationsschreiben möglichst glaubhaft darlegen. Es gibt drei Label-Stufen (Gold, Silber, Bronze) und wir wollen nicht nur Kommunen im Verfahren, die für ein Gold-Label in Frage kommen. Vielmehr wünschen wir uns Kommunen, die bzgl. des Stands der Umsetzung aber auch der Einwohnerzahl oder ihrer geografischen Lage ein möglichst breites Spektrum abdecken.

Mit welchem Arbeitsaufwand müssen wir rechnen, wenn wir für die Teilnahme am Labeling-Verfahren ausgewählt werden?

Mit dem Label "Stadtgrün naturnah" sollen nicht nur Einzelmaßnahmen, sondern ein systematisches Grünflächenmanagement honorieret werden. Relevant für die Bewertung sind daher alle bereits umgesetzten oder geplanten Grundsätze, Maßnahmen und Projekte aus den Bereichen Grünflächenunterhaltung, Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Zielsetzung und Planung. Diese müssen nachvollziehbar dargelegt werden. Besonders in Großstädten kann sich dadurch ein nicht zu unterschätzender Arbeitsaufwand ergeben. Da die abgefragten Maßnahmen häufig nicht nur in der Verantwortung eines Fachbereichs liegen, ist zusätzlich mit einem gewissen Koordinierungsaufwand zu rechnen.

Welche Angaben müssen wir im Rahmen der Bestandserfassung machen?

Bei der Bestandserfassung geht es darum, die in Ihrer Kommune bereits praktizierten Pflegegrundsätze, Maßnahmen und Projekte aufzulisten. Hierzu erhalten Sie von uns einen Fragebogen, der auch Fragen zum Anteil unterschiedlicher Nutzungsarten (Verkehrsbegleitgrün, Parks, Gewässerränder etc.) und Gestaltungselemente auf kommunalen Grünflächen (Rasen/Wiesen, Staudenbeete, Bäume, Hecken, etc.) enthält. Für die Bearbeitung des Fragebogens haben Sie vier Monate Zeit. Vor der Einreichung müssen Sie den Fragebogen noch mit Ihrer lokalen Arbeitsgruppe diskutieren. Diese hat dann die Möglichkeit, den Fragebogen durch eigene Stellungnahme zu ergänzen.

Inwieweit werden wir während des Labeling-Verfahrens vom Projektbüro unterstützt?

Im Rahmen des Verfahrens ist ein Vor-Ort-Besuch vorgesehen, in dessen Rahmen wir anhand der Bestandserfassung gemeinsam über Stärken und Potentiale Ihrer Kommune diskutieren. Neben unserem Team wird dabei auch eine Person aus den Partnerkommunen mit dabei sein.Außerdem erhalten Sie von uns einen Leitfaden, in dem alle Handlungsfelder des Labels beschrieben und mit Praxisbeispielen illustriert werden. Für Rückfragen stehen wir jederzeit auch telefonisch zur Verfügung.

Das Labeling-Verfahren wird zudem durch eine Öffentlichkeitskampagne begleitet, um für mehr Akzeptanz naturnaher Gestaltungsformen zu werben. Hierzu stellen wir Ihnen Flyer, Plakate, Vorlagen für PMs und die sozialen Medien, ein Schild für Blühwiesen sowie eine Wanderausstellung in gedruckter Form oder als Druckvorlage bereit.

Wie viele und welche Akteure müssen in der lokalen Arbeitsgruppe vertreten sein?

In der lokalen Arbeitsgruppe (LAG) sollten jene Akteuren vertreten sein, die für eine naturnahe Gestaltung öffentlicher sowie größerer, privater Flächen bzw. deren Akzeptanz von Bedeutung sind. In Frage kommen bspw. lokale Naturschutzvebände, Umweltbildungseinrichtungen, Wohnungsbaugesellschaften, Naturkundemuseen, Kirchen oder Unternehmen. Einzige Voraussetzung unsererseits ist, dass mindestens ein lokaler Naturschutzverband vertreten sein muss. In den Partnerkommunen bestanden die Gruppen aus 8 bis 30 Personen.

Wie oft tagt die lokale Arbeitsgruppe?

Für die lokale Arbeitsgruppe (LAG) sind drei Treffen verpflichtend: 

Bestandserfassung:
Innerhalb der ersten vier Monate und mindestens zwei Wochen vor Einreichung der Bestandserfassung müssen Sie diese der LAG vorstellen. Die LAG hat anschließend die Möglichkeit, die Einreichung der Bestandserfassung durch eine eigene Stellungnahme zu begleiten.

Vor-Ort-Besuchs durch das Projektbüro:
Auch im Rahmen des Vor-Ort-Besuchs kommt die LAG zusammen. Hierzu ist eine Abendveranstaltung vorgesehen, in deren Rahmen wir ahnhand der Bestanderfassung gemeinsam Stärken und Potentiale Ihrer Kommune diskutieren.

Maßnahmenplan:
Zur Entwicklung und Vorstellung der von Ihnen geplanten Maßnahmen führen Sie ein weiteres Treffen der LAG durch. Dieses muss zwischen Monat vier und acht sowie mindestens zwei Wochen vor Einreichung des Entwurfs des Maßnahmenplans erfolgen. Die LAG hat anschließend die Möglichkeit, die Einreichung durch eine eigene Stellungnahme zu begleiten.

 

Die Treffen der LAG dauerten in den Partnerkommunen circa zwei Stunden.

Über die obligatorischen Treffen hinaus, wurden in den Partnerkommunen aufgrund der konstruktiven Zusammenarbeit zum Teil sogar mehr Treffen durchgeführt. Einige Partnerkommunen denken darüber nach, den Austausch mit den beteiligten Akteuren auch nach Verfahrens-Ende fortzuführen.

Wer vergibt das Label?

Das Label wird vom Projektbüro "Stadtgrün naturnah" vergeben, das sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bündnisses "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." und der Deutschen Umwelthilfe e.V. zusammensetzt. Das Projektbüro berät Sie während des Labeling-Verfahrens, bewertet die eingereichten Unterlagen und evauliert die gemachten Angaben im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs. Mehr zum Ablauf des Labeling-Verfahrens finden Sie hier.

Wie unterscheiden sich die Kategorien Bronze, Silber und Gold?

Das Label wird in drei Qualitätsstufen (Gold, Silber, Bronze) vergeben. Haben Sie bereits einzelne Maßnahmen umgesetzt und legen konkrete Planungen für die nächsten drei Jahre vor, kommen Sie für das Bronze-Label in Frage. Durch die nötige Rezertifizierung nach drei Jahren prüfen wir, ob Ihre Planungen auch umgesetzt wurden. Auch für die weiteren Label-Stufen berücksichtigen wir Ihre Planungen. Der Anteil bereits umgesetzter Maßnahmen muss jedoch im Vergleich zum Bronze-Label deutlicher höher sein. In größeren Kommunen werden in der Regel mehr Maßnahmen und Projekte umgesetzt. Entscheidend für die Label-Vergabe ist daher nicht deren Anzahl, sondern wie konsequent Sie innerhalb der relevanten Handlungsfelder agieren. Mehr zur Label-Vergabe finden Sie hier.

Kann man durch ein naturnahes Grünflächenmanagement Einsparungen erzielen oder kommt uns die Umstellung letztlich eher teurer?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Umstellung auf ein naturnahes Grünflächenmanagement verlangt häufig Anfangsinvestitionen, kann aber auch zu Kostensenkungen führen – dies ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich.