Stadt Kirchhain

Stadt Kirchhain

Hessen
Landkreis Marburg-Biedenkopf
16.145 Einwohner
91 km²

Kontakt

Stadt Kirchhain
Stadtbauamt/Tiefbau
Meike Bonsa
Tel.: +49 6422 808-235
E-Mail: m.bonsa@kirchhain.de

Dokumente

Kirchhainer Biodiversitätsstrategie

Im mittelhessischen Kirchhain setzen blütenreiche Wiesen und naturnahe Staudenbeete farbige Akzente. Im Annapark gelingt es der Stadt zudem, Freizeitnutzung und Naturnähe miteinander in Einklang zu bringen.

Bunte Vielfalt für Wildbienen
Zum Schutz von Wildbienen und anderen blütenbestäubenden Insekten hat die Stadt Kirchhain bereits im Jahr 2008 gemeinsam mit dem BUND und dem Bieneninstitut Kirchhain naturnahe Wiesen angelegt. Eine mehrjährige Wildblumenmischung mit über 50 gebietseigenen Wildpflanzenarten wurde eigens hierfür entwickelt. Diese kommt nicht nur auf städtischen Flächen zum Einsatz, sondern wurde auch an die Bürgerinnen und Bürger verteilt. Heute bieten Johanniskraut, Klappertopf und viele andere Pflanzenarten den Wildbienen vom Frühjahr bis in den Herbst einen reich gedeckten Tisch. Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt ist die Umsetzung einer naturnahen Pflege auf ausgewählten Flächen entlang der Verkehrsachse Röthestraße sowie weiteren Flächen im Straßenbegleitgrün geplant (mehr zum Pilotprojekt).

Nachhaltigkeit auf dem Verkehrsteiler
An vielen Straßen und Kreuzungen blühen in Kirchhain bunte Staudenbeete. Damit diese nicht jedes Jahr auf’s Neue angelegt werden müssen, setzt die Stadt auf langlebige Stauden. Durch die Verwendung wärmeliebender und trockenheitstoleranter Arten kann zudem auf eine regelmäßige und teure Bewässerung verzichtet werden. Heimische Stauden wie Schafgarbe oder Gewöhnliche Kuhschelle machen aus den Verkehrsteilern zudem regelrechte Nektartankstellen für viele Blütenbesucher.

Mehr Naturnähe im Annapark
Im Annapark, einer denkmalgeschützten Friedhofsparkanlage, werden Flächen, die nicht als Liege- oder Spielwiesen dienen, nur noch ein bis zwei Mal jährlich gemäht. Zum Schutz des alten Baumbestands belässt die Stadt zudem einen mindestens zwei Meter breiten Saum um sämtliche Bäume. Dies beugt Anfahrschäden an der Baumrinde und Verletzungen der Baumwurzeln durch Mähgeräte vor. Bestäubern und anderen Nützlingen bieten die Wiesen und Säume des Annaparks einen wichtigen Lebensraum.